Samstag, 13. August 2011

12von12 im August

"Oh je, der 12. ist ja schon heute", dachte ich - na wann - gestern. Irgendwie hatte ich innerlich abgespeichert, der 12. sei am Dienstag, genug Zeit ein nettes Urlaubs-Sammelsurium zusammenzustellen. Aber nein, heute/gestern schon. Also hier nur schnell ein paar Schnappschüsse und das auch noch verspätet.

Zwei Wochen waren es nur, zwei Wochen waren wir im wunderschönen Italien.

Erst eine Woche in Florenz.
Auf einem Campingplatz wirklich mitten drin in der Stadt - perfekt. Aber leider auch etwas laut.Das ging für ein paar Tage, ich war aber froh, zu wissen, dass der nächste Platz auf jeden Fall ruhiger werden würde.
Und zwar einer mit diesem wunderbaren, märchenhaften, unglaublich fantastischen Blick - ja, und zwar gleich vom Zelt aus -ehrlich! Tags...

und nachts.
Das Örtchen hieß Moneglia und liegt etwa 10 - 20 km vom westlichsten Cinque Terre Dorf entfernt. Also etwas außerhalb des Trubels, aber dafür um so malerischer. Und so viel Trubel war gar nicht, trotz höchster Hochsaison.
Am liebsten würde ich es ja für mich behalten, als keines selbst entdecktes Kleinod, das bloß nicht überschwemmt werden darf von Touris. Da aber klar ist, das dieser Campingplatz eh nicht mehr als vielleicht 30 Plätze hergibt, verrate ich es euch doch. 
Die Zeltplätze waren an einem Olivenhang eingerichtet, jeder hatte quasi eine eigene kleine Terrasse für sich. Das Gastgeberehepaar ist super nett, man bekommt jeden Morgen Brötchen auf Bestellung, kann Olivenöl, Wein, Marmelade und drei Sorten Honig aus eigener Herstellung dort kaufen.
Wir haben alles mit der Bahn von dort gemacht, in die Cinque Terre Dörfer kommt man eh nie bis ganz rein, man muss ständig durch Tunnel, wieder auf die Passstraße, teuer irgendwo parken usw. Also lieber Bahn, das ist in Italien günstig, schnell und sicher. Bis ins erste Örtchen waren es vielleicht 20 Minuten, bis zum jeweils nächsten im Schnitt höchstens 5. Man erreicht die einzelnen Orte auch jeweils über Wanderwege, dafür muss man aber mehr Zeit einplanen, als wir uns gegeben haben.

Die Zeit haben wir lieber zum Eis essen genutzt - jeden Tag eins, so hatten wir es uns geschworen. Daraus ist auch jeden Tag ein Foccacia geworden, schätze ich. Das Foccacia wurde angeblich in dieser Region erfunden, und angesichts der mannigfaltigen Variationen, die es dort in den Bäckereien bzw. Foccacerien gibt, glaube ich das unbesehen. Mit Käse, mit Tomate, mit Olive, mit Zucchini, mit Aubergine, mit Kürbiskern, mit Leinsamen - ja, sogar mit Nutella haben wir eines gesehen. Um nur die vegetarischen Varianten aufzuzählen.
Dieses Foto ist noch am letzten - schluchz - Tag entstanden, als wir zum Abschied an der Kirche von Moneglia noch ein Abschieds-Foccacia genossen haben. Toller Steinboden, oder? Alles verschieden farbige Kieselsteinchen.
Das waren meine verspäteten Urlaubs-12von12. Ein bisschen traurig bin ich, nun, da der Urlaub 'rum ist. Das heißt, noch nicht ganz, ich habe mir noch ein paar Tage zu hause gegönnt. (bis Dienstag eben, bis zum vermeintlichen 12. - so verwirrt war ich wohl, vor der Entspannung)


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